Brno – Brünn

Das deutschschprachige Businessportal für Brno und Umgebung

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  • Tschechisch-lernen.at

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  • Ein trauriger Tag für Tschechien

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    Abschied von Václav Havel (1936-2011)

     

    “Unser Präsident ist gestorben.” – Diese Nachricht platze aus heiterem Himmel per Telefon mitten in einen fröhlichen vierten Adventsonntag. Jedem war sofort klar: “Unser Präsident”, damit konnte nicht der aktuell amtierende tschechische Staatspräsident gemeint sein. “Pán Prezident” Václav Havel, der stets lächelnde kleine Mann, der mit seiner leisen Stimme immer die größten Worte aussprach, ist nicht mehr. Václav Havel, war das Symbol der Unbeugsamkeit und das kompromisslose Eintreten für seine Überzeugungen. Diese Eigenschaften haben den Dichter zu einem der größten Persönlichkeiten im Europa des 20. Jahrhunderts gemacht – zur Ikone der Samtenen Revolution und zum Gesicht der freien Tschechoslowakei.

    Václav Havel ist stets jener bescheidener Mensch geblieben, der er immer war: kein Heiliger, gewiss ein Mann mit Fehlern. “Die Wahrheit siegt” ist jener Spruch, der auf der am Hradschin aufgezogenen Präsidentenstandarte zu lesen ist. Für Havel war das keine leere Floskel – er war sein Leben lang der Wahrheit verpflichtet und trug kompromisslos auch die Konsequenzen daraus. Als Dissident die Verfolgung, Berufsverbot und Gefängnis, aber auch als amtierender Staatschef, der nur allzu oft seinem Volk den Spiegel vorgehalten hat, und dafür im eigenen Land heftig kritisiert wurde.

    Václav Havel ist nicht mehr. Er kann seine leise Stimme nicht mehr gegen die Missstände unserer Zeit erheben. Gerade in diesen unsicheren Zeiten, auf die wir uns zubewegen, hätte Europa Persönlichkeiten wie Václav Havel bitter nötig. Die Lücke, die er hinterlässt, ist groß.

    Stefan Weiß

     

    Václav Havel 1936-2011 - Bild: dpa

    Václav Havel 1936-2011 - Bild: dpa

    Der Sarg Václav Havels wird ab 21. Dezember auf dem Prager Hradschin öffentlich aufgebahrt.

    ZUM OFFIZIELLEN ONLINE-KONDOLENZBUCH DER TSCHECHISCHEN REPUBLIK


  • Warum soll man heute noch Deutsch lernen?

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    Die Initiotoren des Projektes Šprechtíme“, die Deutsche Botschaft in Prag, das Goethe-Institut und das Österreichische Kulturforum laden am 13. Dezember zur Podiumsdiskussion über das Thema “Warum sollte man heute noch Deutsch lernen?” in die Aula der Pädagogischen Fakultät der Masarykuniversität Brünn.

    Es diskutieren:

    Petr Bajer - Direktor Regionale Wirtschaftskammer Brünn
    Peter Hradil – Managing Partner Lydon Wells
    Věra Janíková - Leiterin des Lehrstuhls der deutschen Sprache und Literatur an der Pädagogischen Fakultät der Masarykuniversität Brünn
    Marie Klusoňová – Leiterin der pädagogisch-organisatorischen Abteilung im Magistrat der Stadt Brünn
    Denisa Zemánková – Leiterin der Personalabteilung, Infosys BPO s.r.o.

    Šprechtíme - Initiative zur Förderung des Deutschunterrichts in Tschechien

    Šprechtíme - Initiative zur Förderung des Deutschunterrichts in Tschechien

    Termin: 13.12.2011, 18.00
    Ort: Pädagogische Fakultät der Masarykuniversität Brünn, Poříčí 7, statt.

    Weitere Informationen über diese Veranstaltung erteilt Norbert Conti vom Österreich Institut Brünn


  • Sorge um Pressefreiheit in Mitteleuropa

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    “Pressefreiheit anno 2011″ – Journalisten aus Tschechien, Österreich, der Slowakei und Ungarn diskutierten in Jiříkovice die aktuelle Situation in ihren Ländern

    Dieser Tage wird in Tschechien am “Tag der Demokratie” der Samtenen Revolution von 1989 gedacht. Die Menschen in Osteuropa befreiten sich von ihren Diktaturen und erkämpften sich ein wertvolles Gut: die Pressefreiheit, welche die freie Meinungsäußerung garantiert, und als Kritik- und Kontrollinstrument für eine demokratische Gesellschaft unerlässlich ist. Wie aber steht es heute, 22 Jahre danach, um die Pressefreiheit in Mitteleuropa? In Jiříkovice nahe der historischen Stadt Austerlitz trafen sich erstmals Journalisten aus Tschechien, Österreich, der Slowakei und Ungarn zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch.

    Obwohl Österreich eine über 40 Jahre längere Tradition an Meinungs- und Pressefreiheit aufweisen kann, sei die Situation in seinem Land alles Andere als zufriedenstellend, meint Fred Turnheim, Präsident des Österreichischen Journalistenclubs (ÖJC). Besonders problematisch seien zur Zeit das sogenannte “Sicherheitspolizeigesetz” und die europaweit geplante “Vorratsdatenspeicherung”, welche die journalistische Arbeit stark zu behindern drohen. Vom aktuellen Medienrecht sieht sich Libor Kalina, Vizepräsident des Tschechischen Journalistenverbandes SNČR, dem über 2.500 Mitglieder angehören, eingeschränkt. Die meisten Massenmedien in Tschechien befäden sich in ausländischer Hand, was sich in den letzten Jahren stark auf den Journalismus ausgewirkt hat. Zur Qualitätssicherung wurden Medienräte geschaffen, aber dort befinden sich zu viele Politiker und zu wenige Journalisten, beklagt Kalina. “Der slowakische Markt ist klein, aber sein Einfluss auf die Medien ist groß”, stellt Peter Kubínyi, Vorsitzender des slowakischen Journalistenverbandes SSN, fest. Ähnlich wie in Tschechien ist der Medienmarkt, besonders auf dem Printsektor, stark konzentriert und befindet sich großteils im Besitz ausländischer Verlage. Rechtlich wäre es möglich, die professionelle Vertretung für Journalisten in der Slowakei weiter auszubauen und stärker in die Ausbildung junger Journalisten zu investieren, doch es fehlt dafür an finanziellen Mitteln. “Guten Tag, ich bin der Pressesprecher der ungarischen Regierung”, so stellte sich nicht ohne ironischen Unterton der Vertreter Ungarns auf dem Treffen vor. Das neue ungarische Pressegesetz und die mit einer unglaublich großen Machtfülle ausgestettete Medienbehörde heben de facto die Pressefreiheit in Ungarn auf. Obwohl diese – durchwegs mit Parteigängern der Regierung zusammengesetzte – Behörde seit ihrer Einsetzung erst selten eingeschritten ist, zeigt allein ihre bloße Existenz bereits Wirkung. Die Selbstzensur der Journalisten ist überall zu bemerken, zumal die ungarische Presse zu 99% in der Hand ausländischer Konzerne sei. Diese wollen in erster Linie mit ihren ungarischen Medien möglichst viel Geld verdienen und scheuen daher jeden Konflikt mit den Machthabern.

    Die Journalistenorganisationen aus den vier Ländern haben in Jiříkovice ihre Bereitschaft zur internationalen Kooperation bekräftigt. Vor allem gelte es, gemeinsam bei den Europaparlamentariern für die Interessen der Journalisten zu lobbyieren, denn die meisten Gesetze werden ohnehin auf europäischer Ebene gemacht. “Ein großer Verlag wie etwa Bertelsmann hat in Brüssel 150 Lobbyisten sitzen, die auf das europäische Urhebberrecht Einfluss ausüben. Die Journalisten haben keinen einzigen”, meint OJC-Präsident Fred Turnheim.

    Pressefreiheit anno 2011 - Journalistentreffen in Jiříkovice bei Brünn

    Pressefreiheit anno 2011 - Journalisten aus vier Ländern in Jiříkovice bei Brünn - Foto: SNČR

     


  • Holzverarbeiter: Qualität und Zusammenarbeit sichern Perspektiven

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    Trotz bestehender finanzieller Probleme hat die Holz verarbeitende Industrie nach Ansicht der Hersteller in den kommenden Jahrzehnten eine positive langfristige Perspektive. Die Aussteller der soeben zu Ende gegangenen Brünner Fachmesse WOOD-TEC orteten mehrheitlich – ungeachtet der derzeitigen Phase der wirtschaftlichen Stagnation – eine gewisse Erholung des Sektors. Zwar scheinen aufgrund der unsicheren Märkte langfristige Beziehungen der Marktpartner derzeit schwer möglich, zu viel werde mittels Preiskampf um den Markt gerungen. Aus der Sicht der österreichischer Firmen auf der WOOD-TEC kommt der klaren Positionierung im Qualitätssegment eine wichtige Funktion zu, um sich gegenüber Billigkonkurrenten durchsetzen zu können. Tschechiens Holzverarbeiter wiederum intensivieren angesichts des geöffneten globalen Marktes die Zusammenarbeit in den Bereichen Innovation und Marketing sowie die Schaffung von Clustern. Dem vorläufigen Abschlussbericht der WOOD-TEC 2011 zufolge haben 213 Unternehmen aus 10 Ländern die Schau beschickt. Somit ist die Fachmesse auf Kurs, dei Leitmesse für die Holzbearbeitung in Zentral- und Osteuropa zu werden. 14.000 Fachbesuchern aus 21 Ländern wurden auf einer Netto-Ausstellungsfläche von 11.400 m² Maschinen, Geräte und Materialien für die Holz verarbeitende Industrie präsentiert. Die Eröffnung nahm u. a. Franz-Josef Bütfering, Präsident der EUMABOIS, vor.

    Der Werkstoff Holz stand vier Tage lang im Mittelpunkt der Brünner Fachmesse WOOD-TEC

    Der Werkstoff Holz stand vier Tage lang im Mittelpunkt der Brünner Fachmesse WOOD-TEC


  • Das Filmfest Brünn – Festival deutschsprachiger Filme

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    Zum 6. Mal findet in Brünn vom 19. bis 28. Oktober das Festival des deutschsprachigen Films Das Filmfest statt. In den Sektionen “Die Rebellen”, “Die Schwelle”, “Die Doku” und “Die Mauer” (anläßlich des 50. Jahrestags des Baus der Berliner Mauer) werden neue und bemerkenswerte Spiel- und Dokumentarfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gezeigt und eine Reihe von Gästen eingeladen.

    "Wer wenn nicht wir" - Der Film beschäftigt sich mit dem Leben der RAF-Terroristin Gudrun Ensslin

    "Wer wenn nicht wir" - Der Film beschäftigt sich mit dem Leben der RAF-Terroristin Gudrun Ensslin. Bild: Goethe-Institut

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    Den sechsten Jahrgang eröffnet in Prag der Film “Wer wenn nicht wir” in Anwesenheit von Regisseur Andres Veiel und Kamerafrau Judith Kaufmann. Der Film wurde 2011 mit dem Deutschen Filmpreis in Bronze ausgezeichnet. Veranstaltet wird “Das Filmfest” vom Goethe-Institut in Prag, dem Österreichischen Kulturforum Prag und der Schweizer Botschaft in Zusammenarbeit mit den Prager Kinos Lucerna und Evald und dem Brünner Kino Art.

    ZUM PROGRAMM DES FILMFESTES


  • Gemeinsames Technologiepotenzial zwischen Brünn und Wien

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    Rund 70 Teilnehmer haben sich zum ersten gemeinsam von der Tschechischen Botschaft in Wien, der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur ecoplus sowie den Wirtschaftskammern Wien und Niederösterreich abgehaltenen Technologieseminar eingefunden. „Es gibt heutzutage für die EU-Staaten nicht mehr viele Möglichkeiten, den technologischen Fortschritt auszubauen“ erklärte Botschafter Jan Koukal und plädierte in seinem Begrüßungsstatement für eine grenzüberschreitende Nutzung des nachbarstaatlichen Potenzials. Als ehemaliger Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rats des Instituts für Physik der tschechischen Akademie der Wissenschaften hat Koukal nach der politischen Wende den Aufbruch seines Landes in die technologische Neuzeit selbst aktiv mitgestaltet.

    Die eingeladenen Referenten wie Petr Očko, Sektionschef für Forschung und Entwicklung im tschechischen Ministerium für Industrie und Handel, Milan Pátek (CzechInvest), Tomáš Halva (Manager für Technologietransfer im Südmährischen Innovationszentrum JIC) gaben in ihren KeyNotes einen breiten Überblick über Möglichkeiten für Investitionen, Förderungen, Firmenpartnerschaften und Forschungs-Kooperationen zwischen österreichischen und tschechischen Partizipienten. Gerhard Hawa von Niederösterreichs Entwicklungsagentur ecoplus präsentierte die drei „Technopols“ seines Bundeslandes: Tulln (agro-ökologische Biotechnologien), Krems (medizinische Biotechnologien) und Wr. Neustadt (moderne industrielle Technologien).

    Technologie und Forschung: Enormes grenzüberschreitendes Potenzial zwischen Tschechien und Österreich

    Technologie und Forschung: Enormes grenzüberschreitendes Potenzial zwischen Tschechien und Österreich

    Für die im Mittelpunkt der Veranstaltung stehenden Technologien der Oberflächenbearbeitung bzw. Lift Science wurden ausgewählte Fachbereiche, Produkte und Dienstleistungen – sowohl von österreichen als auch von tschechischen Firmen/Institutionen – vorgestellt. So präsentierte Friedrich Franek von der TU-Wien das von ihm gemeinsam mit Forschungskollegen im Jahre 2002 gegründete „AC²T – Exzellenzzentrum für Tribologie“, welches im Rahmen des Spitzenforschungsprogramms COMET für zahlreiche Unternehmen als Forschungs- und Entwicklungsdienstleister tätig ist. Rund 120 nationale und internationale Partner sind an AC²T beteiligt, das ebenso viele Mitarbeiter beschäftigt. Bei den spezialisierten Workshops erfuhren die Teilnehmer wissenswerte Details anhand von Best Practice-Beispielen und persönlichen Gesprächen.

    Auf tschechischer Seite entwickelt sich vor allem die südmährische Region zu einem Life-Sience-Zentrum. Allein in Brünn weden bis 2015 vier Exzellenz- und elf Regionalentwicklungszentren als Schnittstelle zwischen Forschung und Unternehmen zur Verfügung stehen. Für den Ausbau  (das Brno Business Board berichtete) sollen aus Mitteln des EU-Strukturfonds über 600 Mio € aufgewendet werden.


  • Wenn einer eine Reise tut… | Literatur in Brünn

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    Deutschsprachige Literatur in Brünn – Offene Lesung im Österreich Institut

    Thema "Reise": Deutschsprachige Literatur in Brünn

    Thema "Reise": Deutschsprachige Literatur in Brünn

    Zum 19. Mal findet heuer bereits die “Lange Nacht der kurzen Texte” für deutschsprachige Literatur in Brünn statt. Das Theme “Reise” in all seinen Facetten steht diesmal im Mittelpunkt der offenen Lesung, die am 10. November ab 19 Uhr in den Räumlichkeiten des Österreich Institut Brünn (Moravské nám. 15) abgehalten wird. Jedermann kann Kurzgeschichten, Texte, Dialoge, etc. unter dem Motto “Wenn einer eine Reise tut…” bis 8. November an die adresse lange-nacht@web.de einsenden und diese in der Langen Nacht auch selbst vortragen.

    Unterstützer dieser Veranstaltung zur Förderung deutschsprachiger Literatur in Brünn sind das Österreich Institut Brünn, die Masaryk-Universität Brünn, das Göthe-Institut, das österreichische Kulturforum und die Mährische Landesbibliothek.


  • “CZ: Ein idealer Markt für Österreich” | Maschinenbaumesse Brünn

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    “Österreich verlässlicher Partner der Maschinenbaumesse Brünn”

    Sie ist Mitteleuropas bedeutendste Industriemesse: Die Internationale Maschinenbaumesse Brünn (MSV), die heuer bereits zum 53. Mal stattfindet. Österreich zählt dabei zu den verlässlichsten Partnerländern dieser Industrieschau, und da macht die heurige Veranstaltung keine Ausnahme: Knapp 40 Ausstellerfirmen aus der Alpenrepublik stellen ihre innovativen Produkte auf der MSV aus, und selbstverständlich wird auch wie im Vorjahr wieder ein eigener Österreich-Stand, ein von der österreichischen Außenwirtschaft geförderten Länderpavillon, die Rolle des Nachbarlandes kräftig unterstreichen. “Tschechien ist und bleibt ein idealer Markt für Österreich”, betont der österreichische Handelsdelegierte Nikolaus Seiwald, und weist auf die aktuellen Wirtschaftsdaten Tschechiens hin.

    Nikolaus Seiwald, österr. Handelsdelegierter in Tschechien, auf der Maschinenbaumesse Brünn

    Nikolaus Seiwald, österr. Handelsdelegierter in Tschechien, auf der Maschinenbaumesse Brünn

    Tschechiens Wirtschaft is tim ersten Halbjahr 2011 um 2,5% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 gewachsen; diese Tatsache macht gerade in Zeiten wie diesen Hoffnung. Obwohl der Binnenkonsum stagniert, übernimmt vor allem der Außenhandel mit der KFZ- und Maschinenbauindustrie die Rolle des tschechischen Wirtschaftsmotors. In der KFZ-Produktion pro Einwohner ist Tschechien nun auf Platz 2 der Weltrangliste hinter Slowenien und verweist das Auto-Land Slowakei auf den dritten Platz. “Die Exporte Tschechiens stiegen im ersten Halbjahr 2011 wiederum zweistellig um 17,6% an, die Importe um 17,4%”, freut sich Seiwald bei der Präsentation des AWO-Wirtschaftsreportes für die Tschechische Republik am Rande der Maschinenbaumesse Brünn. Weniger Optimismus sei für die Bauwirtschaft angebracht, die sich nur langsam erholt. Verantwortlich dafür ist vor allem die restriktive Sparpolitik der öffentlichen Hand, der zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen wie zum Beispiel der Autobahn-Lückenschluss von Brünn nach Niederösterreich oder auch der Neubau des Brünner Hauptbahnhofes zum Opfer gefallen seien. Auch seien die Umsätze im Einzelhandel im 1. HJ 2011 unter den Erwartungen (+2,6%).

    Trotzdem ist der tschechische Markt nicht nur jetzt, sondern auch in mittelbarer Zukunft gerade für die klein- und mittelbetrieblich strukturierten Firmen Österreichs höchst attraktiv: Tschechiens Wirtschaft wird in den nächsten Jahren kontinuierlich wachsen (2011 werden 2,2% erwartet), und während andere Länder stetig von den internationalen Ratingagenturen abgewertet werden, wurde Tschechien gerade von A auf AA- aufgewertet, meint Seiwald. Dass Tschechien sich gegen einen Euro-Beitritt entschieden hat, sei kein Nachteil – das Land an der Moldau habe sich dadurch den Ruf als “Schweiz des Ostens” erworben.


  • Die Industrie kommt wieder auf die Beine… | Maschinenbaumesse Brünn

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    Maschinenbaumesse Brünn blickt optimistisch in die nächsten Jahre

    Auf dem Brünner Messegelände gipfeln die Vorbereitungen zum größten Messeevent des Jahres – zur bereits 53. Internationalen Maschinenbaumesse Brünn (MSV). Diese wichtigste Schau der Industrietechnologien in der mitteleuropäischen Region erfreut sich dieses Jahr eines erhöhten Interesses der Aussteller. Die Veranstalter erwarten knapp 1600 Firmen, darunter ein Drittel aus dem Ausland. Die Messebesucher können sich auf ausgebuchte Messehallen, eine Reihe interessanter Neuheiten und ein reichhaltiges Rahmenprogramm freuen. Die 53. Internationale Maschinenbaumesse findet vom 3. bis 7. Oktober 2011 zusammen mit der 6. internationalen Messe Transport und Logistik statt.

    Maschinenbaumesse Brünn: Führende Industriemesse Mitteleuropas

    Maschinenbaumesse Brünn: Führende Industriemesse Mitteleuropas

    Die Industrie kommt wieder auf die Beine, und an der Maschinenbaumesse wird dies zu erkennen sein. Obwohl die Belebung nur langsam und schrittweise eintritt, haben die Firmen im Vergleich zu den letzten zwei Jahren mehr Aufträge und lassen ihrer positiveren Erwartungen in ihre Messepräsentationen einfließen. Auf die MSV kehren dieses Jahr Unternehmen zurück, das zum letzten Mal im Jahr 2008 da waren, und andere erweitern ihre Ausstellungsflächen und bringen mehr Exponate mit. „Ein Großteil der Messehallen war bereits zwei Wochen vor der Eröffnung bis zum letzten Plätzchen ausverkauft. Ein Zeichen des erhöhten Interesses sind auch die Wartelisten, die wir in den letzten zwei Jahren nicht brauchten. Zudem ist gewiss, dass wir für alle verspäteten Interessenten, die sich noch gerne auf Hallenflächen präsentieren würden, dieses Jahr keinen Platz mehr haben werden“, sagt Jiří Rousek, Direktor der MSV Maschinenbaumesse Brünn.



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